Überblick über hochverzinsliche Tagesgeld- und Festgeldkonten in Österreich 2026

Im Jahr 2026 stellen hochverzinsliche Sparkonten in Österreich eine attraktive Option für alle dar, die ihr Erspartes effizient verwalten möchten. Während das klassische Sparbuch oft kaum noch Zinsen abwirft, bieten moderne Tages- und Festgeldkonten eine lukrative Alternative. Angesichts der Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) prüfen immer mehr Österreicher ihre Veranlagungen und wechseln von der Hausbank zu Direktbanken mit besseren Konditionen. Unabhängig davon, ob Sie Geld kurzfristig parken oder langfristig anlegen möchten: Diese Konten ermöglichen eine Kapitalvermehrung bei gleichzeitigem Erhalt der Sicherheit durch die Einlagensicherung.

Überblick über hochverzinsliche Tagesgeld- und Festgeldkonten in Österreich 2026

Was ist der Unterschied zwischen Tagesgeld und Festgeld?

Tagesgeldkonten bieten maximale Flexibilität bei der Geldanlage. Das eingezahlte Kapital ist täglich verfügbar, ohne Kündigungsfristen oder Strafzinsen. Die Zinssätze können sich allerdings jederzeit ändern, da sie an die aktuellen Marktbedingungen gekoppelt sind. Festgeldkonten hingegen binden das Kapital für einen vereinbarten Zeitraum, typischerweise zwischen sechs Monaten und fünf Jahren. Dafür erhalten Anleger einen garantierten Zinssatz für die gesamte Laufzeit.

Der Hauptunterschied liegt in der Balance zwischen Flexibilität und Planungssicherheit. Während Tagesgeld für kurzfristige Liquiditätsreserven ideal ist, eignet sich Festgeld für mittelfristige Sparziele mit festem Zeithorizont. Bei steigenden Zinsen profitieren Tagesgeldsparer schneller, bei fallenden Zinsen sind Festgeldanleger im Vorteil.

Wie beeinflusst die EZB die Zinsen in Österreich?

Die Europäische Zentralbank bestimmt maßgeblich das Zinsniveau in Österreich durch ihren Leitzins. Erhöht die EZB den Leitzins, steigen in der Regel auch die Sparzinsen der Banken. Umgekehrt führen Leitzinssenkungen zu niedrigeren Sparzinsen. Österreichische Banken orientieren sich zusätzlich an den Refinanzierungskosten und der Konkurrenz am Markt.

Die Geldpolitik der EZB wirkt sich unterschiedlich schnell aus: Tagesgeldkonten reagieren meist innerhalb weniger Wochen auf Zinsänderungen, während Festgeldzinsen bei Neuabschlüssen sofort angepasst werden. Bestehende Festgeldverträge bleiben von Zinsänderungen unberührt, was sowohl Vor- als auch Nachteile haben kann.

Wichtiges zur Besteuerung: Die KESt in Österreich

In Österreich unterliegen Zinserträge der Kapitalertragsteuer (KESt) von 27,5 Prozent. Bei österreichischen Banken wird diese automatisch abgeführt, was den Verwaltungsaufwand für Sparer minimiert. Die Bank behält die Steuer direkt von den Zinserträgen ein und überweist sie an das Finanzamt.

Bei Auslandsbanken müssen österreichische Steuerpflichtige die Zinserträge selbst in der Steuererklärung angeben. Hier gilt der Freibetrag von 440 Euro pro Jahr für Kapitalerträge. Wurde im Ausland bereits Quellensteuer einbehalten, kann diese unter bestimmten Umständen auf die österreichische KESt angerechnet werden.

Wo findet man 2026 die besten Zinsen: Steuereinfache Banken vs. Auslandsbanken

Österreichische Banken bieten den Vorteil der automatischen Steuerabführung und der gewohnten Bankenaufsicht. Auslandsbanken locken hingegen oft mit höheren Zinssätzen, erfordern aber mehr Eigenverantwortung bei der Steuererklärung.


Bank/Anbieter Tagesgeld Zinssatz Festgeld 1 Jahr Besonderheiten
Erste Bank 2,1% p.a. 2,8% p.a. Steuereinfach, österreichische Einlagensicherung
Raiffeisen Bank 2,0% p.a. 2,7% p.a. Steuereinfach, regionale Betreuung
Bank Austria 1,9% p.a. 2,6% p.a. Steuereinfach, breites Filialnetz
Klarna Bank 3,2% p.a. 3,5% p.a. Schwedische Bank, EU-Einlagensicherung
TF Bank 3,0% p.a. 3,3% p.a. Schwedische Bank, Online-Banking

Preise, Zinssätze oder Kostenangaben in diesem Artikel basieren auf aktuell verfügbaren Informationen, können sich jedoch über die Zeit ändern. Eine unabhängige Recherche wird vor finanziellen Entscheidungen empfohlen.

Praktische Tipps: Einlagensicherung Austria und Zinseszins

Die Einlagensicherung Austria schützt Sparguthaben bis 100.000 Euro pro Bank und Kunde. Bei EU-Banken greift die jeweilige nationale Einlagensicherung des Heimatlandes. Für maximale Sicherheit sollten größere Beträge auf mehrere Institute aufgeteilt werden.

Beim Zinseszinseffekt macht sich die Wiederanlage der Zinserträge langfristig bemerkbar. Bei jährlicher Zinsgutschrift und Wiederanlage wächst ein Betrag von 10.000 Euro bei 3 Prozent Zinsen nach zehn Jahren auf etwa 13.439 Euro an. Tagesgeldkonten mit monatlicher Zinsgutschrift verstärken diesen Effekt zusätzlich.

Für die optimale Anlagestrategie empfiehlt sich eine Mischung aus Tagesgeld für die Liquiditätsreserve und Festgeld für planbare Sparziele. Die Aufteilung sollte zur persönlichen Finanzplanung und Risikobereitschaft passen.